Monthly Archives: August 2022

Täterschaften im Nationalsozialismus – eine Projektfahrt (nicht nur) über Otto „Tull“ Harder

Otto „Tull“ Harder ist in den 1920er-Jahren einer der bekanntesten deutschen Fußballspieler und Idol beim HSV. Im Sommer 1933 geht er zur SS, arbeitet ab 1939 als KZ-Aufseher und leitet später zwei verschiedene Außenlager des KZ-Neuengamme als Lagerführer.

Wir wollen nach Hannover fahren und uns diese Orte angucken. Was lernen wir dort über das Außenlager-System und die Motivationen und Handlungsspielräume von Männern wie Harder? Was für andere Formen von Täterschaften im Nationalsozialismus hat es noch gegeben? Was erzählen Überlebende von den Zuständen in den verschiedenen Lagern? Wie wird heute an den unterschiedlichen Orten der ehemaligen Lager in Hannover mit der nationalsozialistischen Vergangenheit umgegangen? Wie wünschen wir uns eine Erinnerungsarbeit beim HSV?

Neben den ehemaligen Außenlagerorten werden wir die Gedenkstätte Ahlem besuchen sowie uns mit Teilen des Arbeitskreises „Ein Mahnmal für das Frauen-KZ in Limmer“ treffen. Informationen zu den Rahmendaten sind dem Visual zu entnehmen.

Anmelden könnt ihr euch bis zum 12.9.2022 an NetzE.HSV@mail.de.

Die Fahrt wird unterstützt von PFiFF und der HSV Fußball AG.

24.07.1985 – In Gedenken an Mehmet Kaymakcı

Am Sonntag, den 24. Juli, jährte sich zum 37. Mal der Mord an Mehmet Kaymakcı. Er wurde 1985 aus rassistischen Motiven in Hamburg-Langenhorn mit einer Betonplatte erschlagen. Einer der drei Täter war HSV-Fan.

Mehmet Kaymakcı wurde 1956 in Haymana, in der Nähe der türkischen Hauptstadt Ankara, geboren und kam 1980 nach Deutschland. Dort befindet sich heute auch sein Grab. Am Tatort im Kiwittsmoor-Park im Hamburger Stadtteil Langenhorn erinnert erst seit letztem Jahr ein Gedenkstein an ihn.

Das Bild zeigt den Gedenkstein, der an Mehmet Kaymakcı erinnert

Gedenkstein in Erinnerung an Mehmet Kaymakcı

Die rassistische Dimension des Mordes wurde – wie auch bei anderen rechtsmotivierten Morden in den 1980er-Jahren in Hamburg – von staatlicher Seite ignoriert und bestritten. Die Angehörigen der Opfer wurden alleingelassen. Sie müssen bis heute für ein würdiges Andenken kämpfen

Die Notwendigkeit für uns als HSV, sich mit dem Mord an Mehmet Kaymakcı auseinanderzusetzen und sich gegen Rassismus zu positionieren, ergibt sich nicht nur aus der Tatbeteiligung eines HSV-Fans. Als bedeutender Verein unserer Stadt haben wir auch eine Verantwortung, an die Opfer rassistischer Gewalt in Hamburg zu erinnern. Mit der Sonderausstellung „Ins rechte Licht gerückt – Der Einfluss von rechts auf die HSV-Fanszene der 1980er-Jahre“  haben wir einen ersten Schritt gemacht, dem noch viele weitere folgen müssen. Wir können weiterhin nur sehr empfehlen, diese Ausstellung zu besuchen.

Am Sonntag, den 24.07.2022, fand im Kiwittsmoor-Park eine Gedenkveranstaltung statt, die von der „Initiative zum Gedenken an Ramazan Avcı“, Gülüstan Avcı sowie Faruk Arslan und dem Bezirksamt Hamburg-Nord organisiert wurde. Da der HSV zeitgleich spielte, haben wir das Gedenken am Spieltag ins Stadion getragen und unsere Anteilnahme durch ein Trauergesteck am Gedenkstein für Mehmet Kaymakcı im Kiwittsmoor-Park ausgedrückt.

Das Bild zeigt ein Spruchband, das das Gedenken an Mehmet Kaymakcı ausdrückt.

Spruchband in Erinnerung an Mehmet Kaymakcı

Weitere Hintergründe zum Fall finde sich unter https://mehmet-kaymakci.de.

Wir gedenken Mehmet Kaymakcı – Mehmet Kaymakcı’yı anıyoruz

24 temmuz Pazar günü Mehmet Kaymakcı’nın ırkçı cinayetinin yıl dönümü kutlandı. Üç katilden biri HSV’lı futbol takımının taraftarıydı.

Mehmet Kaymakcı 1956 yıllında Ankara’ya yakın bir yerde olan Haymana’da doğdu ve 1980’de Almanya’ya gitti. Mezarı memleketi Haymana’da bulunmaktadır. Hamburg-Langenhorn’da Kwittsmoor Parkı’nında öldürülen Mehmet Kaymakcı’yı anmak için geçen sene olay yerine bir anıt taşı dikilmiştir.

1980’li yıllarda ırkçı nedenlerle işlenen cinayetler siyasi yetkililer tarafından yok sayılmış ve bu cinayetler ırkçı cinayet olarak kabul edilmemiştir. Kurbanların yakınları yalnız bırakılmış olup bu güne kadar, kurbanların anıları için savaşmak zorunda kaldılar.

HSV olarak Mehmet Kaymakcı cinayetiyle ilgilenmemiz ve bugün ırkçılığa karşı konumlanmamız gerekliliği sadece bir HSV taraftarının bu suça karışmasından kaynaklanmamaktadır. Şehrimizdeki önemli bir dernek olarak, Hamburg’daki ırkçı şiddet mağdurlarını anma sorumluluğumuz da var. HSV Müzesi’nde düzenlenen „Ins rechte Licht gerückt – Der Einfluss von rechts auf die HSV-Fanszene der 1980er Jahre“ özel sergisi ile bu sergilerin devamının gelmesi için gereken ilk adımı attık. bu sergiyi ziyaret etmenizi önemle tavsiye ediyoruz.

Anma etkinliği 24.07.2022 Pazar günü saat 15.00’te KiwittsmoorPark, Hohe Liedt’te gerçekleşti ve „Ramazan Avcı Anma Girişimi“, Gülüstan Avcı, Faruk Arslan ve Hamburg-Nord Bölge Ofisi  tarafından düzenlendi „.Aynı zamanda anma törenini oynanan HSV maç günü stadyuma taşıdık ve Mehmet Kaymakcı için yapılan anıt taşında cenaze töreni düzenlendi. Daha fazla bilgi için https://mehmet-kaymakci.de